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Tischlerei – ein Handwerk, das zur Kunst wurde

Holz als ständiger Begleiter im Alltag

Der Werkstoff Holz spielt in unserem Leben eine sehr wichtige Rolle. Ein Blick ins eigene Wohnzimmer reicht aus, um zu erkennen, wie vielseitig dieser Rohstoff ist. Allein schon die Anzahl der aus Holz gefertigten Möbel ist enorm. Dazu kommt natürlich auch der Häuserbau oder der Treppenbau, bei dem das Holz nicht wegzudenken ist. Doch wer steckt eigentlich hinter diesen Arbeiten? Unter anderen sind es die Tischler!

Tischler am Hobel

Das Berufsbild eines Tischlers

Ob Tischler oder Schreiner, das ist egal, denn hinter beiden Bezeichnungen steckt die gleiche Arbeit. Je nach Region spricht man dann vom Tischler oder Schreiner. Für beide ist die Holzbearbeitung, darunter vor allem die Herstellung von, die Kernaufgabe. Dabei muss das Wissen über die verschiedenen Holzsorten in Betracht gezogen werden, kombiniert mit dem ordnungsgemäßen Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen. Hammer und Säge sind zwar wichtige Werkzeuge, aber auch nur ein winziger Bruchteil. Je nach Arbeit müssen Schreiner das passende Werkzeug wählen, um die Rohstoffe optimal verarbeiten zu können. Außerdem sind Tischler zuständig für den Treppen- und Fensterbau. Das sind feste Bestandteile eines Gebäudes und deshalb erfordert auch eine Verknüpfung mit anderen Gewerben wie Glaser, Maler und Lackierer. Die Konstruktion von Fensterrahmen und Treppen erfordert neben dem handwerklichen Geschick ebenfalls ein breites Wissen über die verschiedenen Typen und das zu verwendende Material.

Ausbildung eines Schreiners

In der Regel dauert die Ausbildung zum Tischler in Deutschland drei Jahre. Grundvoraussetzung ist der Hauptschulabschluss, wobei die schulische Ausbildung nur einen geringen Anteil ausmacht. Viel wichtiger als Noten sind die handwerklichen Fähigkeiten. Natürlich sollte man ein Maß an Sozialkompetenz mitbringen, aber vor allem müssen die Auszubildenden Kreativität und ein logisches Denkvermögen besitzen. Themenbereiche, die in der Ausbildung eine wichtige Rolle spielen, sind das Ausfertigen von Skizzen, aber auch deren Umsetzung. Der theoretische Teil der Ausbildung gibt Aufschluss über die verschiedenen Holzarten, deren Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten. Allerdings steht nicht nur Holz im Lehrplan, auch Informationen über andere Materialien, wie Glas, Metall oder Kunststoff stehen im Fokus der Ausbildung. Weitere Erkenntnisse sammeln die Auszubildenden beispielsweise auch im Bereich Innenausbau und Möbeldesign. Der Beruf des Tischlers ist jedoch mehr als das, denn neben den genannten Arbeiten ist man ständig Lärm, Schmutz und Staub ausgesetzt, was die Arbeit erschwert und nicht jedermanns Sache ist.

Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierechancen

Am Ende der Ausbildung steht die Gesellenprüfung an. Bei erfolgreichem Bestehen dieser Prüfung, eröffnen sich den gelernten Tischlern einige Wege. Grundsätzlich bietet sich die Möglichkeit weiter in der Werkstatt zu arbeiten, aber es gibt auch eine Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten. An Hochschulen hat man beispielsweise die Möglichkeit Innenarchitektur oder Design zu studieren. Neben der Hochschule gibt es aber auch weitere Karrieremöglichkeiten. Diese sind unter anderen die Weiterbildung zum Fachbauleiter, Meister, oder Betriebswirt, um nur ein paar von den Chancen zu nennen, die die Auszubildenden wahrnehmen können.

Geschichte des Tischlerhandwerks

Bevor man überhaupt vom Tischler beziehungsweise Schreiner sprach, waren die Zimmerer für die Holzarbeiten zuständig. Erst im 9. Jahrhundert kam es zu einer Aufspaltung zwischen Zimmerer und Tischler. Letztgenannter war vor allem für das Herstellen von Möbeln zuständig, während sich der Zimmerer mehr in Richtung Hausbau engagierte. Einen wichtigen Schritt in der Geschichte der Tischlerei bietet das 13. Jahrhundert. Dort kam es zu einem Zusammenschluss der Tischler in sogenannte Zünfte, in denen es bereits zu einer Aufgliederung in Lehrling, Geselle und Meister gab. Der Sinn dieser Zünfte lässt sich ganz einfach erklären: Einerseits das Verringern des Konkurrenzkampfes durch den Zusammenschluss der Tischler und andererseits das Streben nach Macht, die ganz klar bei den Zünften lag. So war es keine Seltenheit, dass die Dauer der Lehre willkürlich verlängert wurde. Außerdem mussten die Tischler Steuern zahlen, was zu immer mehr Protest führte. Ein weiterer Grund für den Widerstand der Schreiner war das Erlangen des Meistertitels, denn dieses war äußerst schwer. Es führte sogar so weit, dass der Geselle die Tochter des Meisters heiraten müsste, um den Aufstieg zu erreichen. Deswegen war es eine logische Konsequenz, dass die Zünfte auf lange Sicht gesehen dem Druck nicht Stand halten können. 1810 wurde dann die Gewerbefreiheit eingeführt, was gleichzeitig das Ende der Zünfte bedeutete. Nur 59 Jahre später kam es durch die Gewerbeordnung zu Neuerungen, die teils heute noch in Kraft treten. Durch die Industrialisierung brach das Zeitalter der Maschinen an, das zu einer erheblichen Veränderung im Tischlereihandwerk führte.